Außengrenze im Inneren - Calais und die Flüchtenden

Bilder von Geflüchteten, die in provisorischen Zeltcamps vor schwer passierbaren Grenzen ausharren, werden meist mit den europäischen Außengrenzen verbunden. Doch seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt es solche Situation auch im Innern Europas: in Calais, bei Dunkerque und an einigen anderen Orten des kontinentaleuropäisch-britischen Grenzraums. Der Begriff "Jungle of Calais" wurde dabei zum international bekannten Inbegriff des prekären Lebens in den dortigen Camps. Als ein Camp für fünf Jahren zu einer Hüttenstadt mit zeitweise über zehntausend Bewohnerinnern und Bewohnern anwuchs, war dies ein ebenso komplexer wie widersprüchlicher Ort, über den zahlreiche dokumentarische, künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten entstanden sind. Der Referent rekapituliert die Entwicklung und geht der Frage nach, was seitdem in Calais geschehen ist. Dabei geht es um Menschenrechte und einen humanitären Notstand, um die Überquerung des Ärmelkanals in kleinen Booten und die Corona-Pandemie, und nicht zuletzt um den Brexit.

Die Veranstaltung wird als Stream angeboten. Melden Sie sich hierfür bitte mit einer Mail an demokratie.leben@mail.aachen.de an

Die Veranstaltung wird finanziert aus Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.