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Verbot: Razzia gegen „Kameradschaft Aachener Land“

Aachen/Region. Schlag gegen die militante Neonazi-Szene: NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat heute die 2001 gegründete „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) und zwei weitere Neonazi-Gruppierungen verboten. Seit den frühen Morgenstunden durchsuchte die Polizei zahlreiche Wohnungen von Neonazis im Raum Aachen, Düren und Heinsberg.  Es handele sich um „ den umfangreichsten Schlag gegen Rechtsextreme im hiesigen Bereich“, teilte die Polizei Aachen mit.  Mehr als 200 Beamte seien im Einsatz, etwa 48 Objekte würden durchsucht.

Mit einem Großaufgebot gingen die Behörden auch gegen die Gruppen  „Nationaler Widerstand Dortmund“ und  „Kameradschaft Hamm“ vor. Landesweit sollen 900 Polizeibeamte an der Aktion beteiligt gewesen sein. (dc)

Alemannia: Zeit des Dialogs mit rechtsextremen Fans ist vorbei

Aachen. Anlässlich einer Serie von Fanausschreitungen und Angriffen durch rechte Fußballfans auf die sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagierenden „Aachen Ultras 99“ (ACU) will der Fußballklub Alemannia Aachen am Donnerstag Schritte vorstellen, wie man künftig auf diese Vorfälle reagieren wird. Dies wurde gestern während einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus im Anschluss an eine Sitzung des Rundes Tisches gegen Rechtsextremismus mitgeteilt. Finanziell gestärkt werden soll zudem das Fanprojekt des Drittligisten, Finanzmittel von Stadt bzw. der Städteregion Aachen, Land und Fußballbund sollen von je 30.000 Euro auf bis zu 50.000 Euro erhöht werden. 

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Angriff von rechts: "Karlsbande Ultras" attackieren erneut Alemannia-Fans

Aachen/Saarbrücken. „Der Feind im eigenen Fan-Lager“ titelte die Lokalpresse Ende 2011 nach einem Heimspiel des Fußballklubs Alemannia Aachen. Nun liest man in der Lokalpresse von einem „Alemannia-‚Fan-Krieg’“. Hintergrund sind Angriffe und Gewalttaten von Personen, die der „Karlsbande“ angehören oder sich in deren Umfeld bewegen, gegen die „Aachen Ultras“ (ACU). Die ACU gehören für die Angreifer zur linken Szene, die Angreifer und einige Mitglieder der „Karlsbande Ultras“ (KBU) dürften Neonazis oder zumindest rechtsaffine Fans sein.

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Neue Beratungsstelle für Betroffene rechtsextremer und rassistischer Gewalt im Rheinland

In Nordrhein-Westfalen werden Menschen täglich Opfer rechtsmotivierter, rassistischer und/oder antisemitischer Übergriffe. Immer wieder kommt es auch zu schweren Bedrohungen und Gewalttaten gegen Personen, die nicht in das rechtsextreme und rassistische Weltbild passen. Zu den Betroffenen gehören Migrantinnen und Migranten, politisch Andersdenkende und Andersgläubige, alternative Jugendliche, Schwarze Deutsche, Flüchtlinge, Wohnungslose oder Schwule und Lesben. Die Opferberatung Rheinland (OBR) berät und unterstützt Betroffene, Angehörige, Freundinnen und Freunde der Betroffenen sowie Zeuginnen und Zeugen eines Angriffs.

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