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Nach Verbot: Neonazi-Kundgebungen am Samstag - aktualisiert

Aachen/Düren. Die Wirksamkeit des gestern durch Innenminister Jäger erlassenen Vereinsverbots gegen die "Kameradschaft Aachener Land" (KAL) und zwei weitere Neonazi-Gruppierungen wird sich womöglich schon am morgigen Samstag in der Praxis bewähren müssen. Im Rahmen einer "Mobilisierungstour" für den sogenannten "Nationalen Antikriegstag", der am 1. September in Dortmund stattfinden soll,  wollen Neonazis auch in der Region Station machen. Die Polizei bestätigte gegenüber der Redaktion von www.lap-aachen.de, dass eine entsprechende Versammlungsanmeldung vorliegt. Demnach soll die Kundgebung bzw. Demonstration in der Zeit von 13 bis 15 Uhr in der Dürener Innenstadt stattfinden. Nach Informationen der örtlichen Antifa-Gruppe ist die Versammlung möglicherweise durch den ehemaligen "Kameradschaftsführer" der seit gestern verbotenen KAL angemeldet worden. Derzeit deutet einiges darauf hin, dass die braune "Mobilisierungstour" vermutlich am Vormittag in Aachen beginnen soll. Also ist morgen mit einem erneuten Aufmarsch von Neonazis in der Kaiserstadt zu rechnen. Weitere Stationen der "Tour" sollen Pulheim und Gummersbach sein.

Nachtrag: Bis zum Freitag Vormittag soll bei der Aachener Polizei keine Anmeldung für eine entsprechende Versammlung vorgelegen haben, hieß es aus gut unterrichteten Kreisen. In Düren soll die Neonazi-Versammlung morgen auf dem Wirteltorplatz stattfinden, teilte das "Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus" (BgR) heute mit. (dc)

Siehe dazu auch den Bericht im Portal "NRW rechtsaußen": DN: Neonazi-Kundgebung am Samstag angemeldet

Innenminister verbietet „Kameradschaft Aachener Land“

Aachen./Region: Seit heute morgen um 6 Uhr ist die neonazistische „Kameradschaft Aachener Land“ verboten. Anlässlich des Verbotes durchsucht die Aachener Polizei seitdem Wohnungen von Rechtsextremisten im Raum Aachen, Düren und Heinsberg. Es handelt sich dabei laut Polizeisprecher Paul Kemen „um den umfangreichsten Schlag gegen Rechtsextreme im hiesigen Bereich.“ Mehr als 200 Beamte sind im Einsatz und fast 50 Objekte werden laut Behörden durchsucht. Städte und Behörden in der Region fordern seit längerer Zeit das Verbot der als radikal und militant eingestuften Neonazi-Bande.

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Verbot: Razzia gegen „Kameradschaft Aachener Land“

Aachen/Region. Schlag gegen die militante Neonazi-Szene: NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat heute die 2001 gegründete „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) und zwei weitere Neonazi-Gruppierungen verboten. Seit den frühen Morgenstunden durchsuchte die Polizei zahlreiche Wohnungen von Neonazis im Raum Aachen, Düren und Heinsberg.  Es handele sich um „ den umfangreichsten Schlag gegen Rechtsextreme im hiesigen Bereich“, teilte die Polizei Aachen mit.  Mehr als 200 Beamte seien im Einsatz, etwa 48 Objekte würden durchsucht.

Mit einem Großaufgebot gingen die Behörden auch gegen die Gruppen  „Nationaler Widerstand Dortmund“ und  „Kameradschaft Hamm“ vor. Landesweit sollen 900 Polizeibeamte an der Aktion beteiligt gewesen sein. (dc)

Alemannia: Zeit des Dialogs mit rechtsextremen Fans ist vorbei

Aachen. Anlässlich einer Serie von Fanausschreitungen und Angriffen durch rechte Fußballfans auf die sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagierenden „Aachen Ultras 99“ (ACU) will der Fußballklub Alemannia Aachen am Donnerstag Schritte vorstellen, wie man künftig auf diese Vorfälle reagieren wird. Dies wurde gestern während einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus im Anschluss an eine Sitzung des Rundes Tisches gegen Rechtsextremismus mitgeteilt. Finanziell gestärkt werden soll zudem das Fanprojekt des Drittligisten, Finanzmittel von Stadt bzw. der Städteregion Aachen, Land und Fußballbund sollen von je 30.000 Euro auf bis zu 50.000 Euro erhöht werden. 

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