„Die gespaltene Republik“: Vortrag zu Pegida & Co an der VHS

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Aachen. Der Aachener Politikwissenschaftler und Publizist Richard Gebhardt referiert am Donnerstag, 12. März um 19 Uhr an der Volkshochschule Aachen zum Thema „Die gespaltene Republik: ‚Hooligans gegen Salafisten‘ (Hogesa), Pegida, Legida und die Folgen“.

Seit Herbst 2014 wird in Sachsen und zahlreichen anderen Gegenden der Bundesrepublik Deutschland „gegen die Islamisierung des Abendlandes“ demonstriert – und nicht nur dagegen. In den Protesten gegen die „Lügenpresse“ oder die „Systemparteien“ artikulieren sich Feindbilder, die sich nicht nur auf muslimische Fundamentalisten beschränken.

Der Zorn der Demonstranten richtet sich ebenso gegen die staatstragende Politik wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder die „Gutmenschen“ im bürgerlichen Blätterwald. Die deutsche Öffentlichkeit ist gespalten. Gerade im Internet tobt schon seit Jahren ein virtueller Kampf der digitalen Wutbürger gegen „die da oben“ – ein Kampf, der nun seinen Weg auf die Straßen gefunden hat. 

Der Vortrag analysiert die deutschen Protestbewegungen der letzten Monate als Ausdruck einer gespaltenen Republik und fragt nach den politischen Konsequenzen. Der Rechtsextremismusexperte Gebhardt schreibt u.a. für Zeit-Online, Jungle World und Das Argument. In der Januarausgabe der renommierten „Blätter für deutsche und internationale Politik“ erschien zuletzt unter dem Titel „Die Mär vom unpolitischen Hooligan“ seine vielbeachtete Analyse der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa).

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ statt. Der Eintritt zum Vortrag im Forum der VHS, Peterstr. 21 – 25, ist frei.