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Aachen nimmt Teil am Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“

Dass in Aachen kein Platz für Rechtsextreme ist, haben die massiven Proteste gegen rechtsradikale Aufmärsche in den vergangenen Jahren gezeigt. „Wir sind eine weltoffene, internationale Stadt. Aber wir haben leider immer noch damit zu tun, dass hier Rechte Unruhe stiften wollen und aufmarschieren“, weiß Aachens Stadtdirektor Wolfgang Rombey, Dezernent für Bildung und Kultur,Schule, Jugend und Sport. Aachen ist – neben Dortmund – die Schwerpunktregion für die rechtsradikale Szene in NRW. Und: In Krisenzeiten haben nationalistische Gedanken in vielen Ländern wieder mehr Konjunktur.

Dem will die Stadt Aachen – in diesem Fall die Volkshochschule (VHS) der Stadt – gemeinsam mit der Weiterbildungseinrichtung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) „Arbeit und Leben - DGB/VHS NRW e.V., ÖAG Aachen“ entgegenwirken und nimmt deshalb am Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teil. Es soll ziviles Engagement, demokratisches Verhalten und den Einsatz für Vielfalt und Toleranz fördern – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Die Teilnahme ist zustande gekommen, weil sich die VHS im Auftrag des Aachener Oberbürgermeisters Marcel Philipp erfolgreich um die Teilnahme beworben hat. 

In Aachen soll nun ein Lokaler Aktionsplan gegen Rechtextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus (LAP) entstehen. Dazu wurde eine externe Koordinationsstelle, die eng mit der VHS verzahnt ist von „Arbeit und Leben“ eingerichtet. Die thematischen Säulen des LAP für Aachen sollen eine Stärkung der demokratischen Kultur, die Prävention durch Aufklärung und das Bekanntmachen der lokalen Geschichte von Nationalsozialismus und Migration sein. 

Konkret bedeutet dies: Vor Ort werden Konzepte ausgearbeitet, unterstützt und umgesetzt, die Vielfalt, Toleranz und Demokratie vor allem bei Kindern und Jugendlichen stärken sollen. Deshalb sind nun Vereine, Initiativen, Kirchen oder andere zivilgesellschaftliche Gruppen dazu aufgerufen, ihre Ideen bei den Aachener Vertretern anzumelden. „Das ist Kern des Programms: Es wird nichts von oben aufgesetzt“, erläutert Rombey. „Wir freuen uns auf ganz viele kreative Vorschläge und Ideen“, so Dominik Clemens von „Arbeit und Leben“. Als Träger von Einzelprojekten kommen grundsätzlich gemeinnützige, nichtstaatliche Organisationen in Betracht, die über fachliche Voraussetzungen für das geplante Projekt verfügen. 

Die dann durch einen Begleitausschuss empfohlenen und durch das Ministerium ausgewählten Projekte werden finanziell mit maximal 20.000 Euro pro Jahr und Projekt unterstützt. Eigenanteile von Projektträgern sind willkommen. Das Programm läuft bis 2013. Und erste Projekte – etwa eine wissenschaftliche Untersuchung zum Rechtsextremismus im Raum Aachen – sind schon gestartet. „Aber auch für dieses Jahr ist noch Geld im Topf“, so Clemens. Vorstellbar sind aber auch kulturelle Projekte für Jugendliche, Infoveranstaltungen und ähnliches. Auch Schulen – eigentlich ja staatliche Einrichtungen – können über ihre Fördervereine Projekte anmelden: „Die Einbindung der Schulen ist mir als zuständigem Dezernenten besonders wichtig“, so Rombey. 

Projektkoordinator Winfried Casteel von der VHS, die als interne Koordinierungsstelle fungiert, ermutigt ausdrücklich alle potentiellen Bewerber sich zu melden, die Projektförderung zu beantragen: „Wir sind den Antragsstellern auch gerne behilflich beim Ausfüllen der Antragsformulare.“ 

Kontakt:

Volkshochschule Aachen / Arbeit und Leben DGB/VHS NRW e.V.
Winfried Casteel / Dominik Clemens
Peterstraße 21-25
52062 Aachen

fon: 0241/4792-127 (Casteel) oder 0241/4792-182 (Clemens)

mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Quelle: Presseamt der Stadt Aachen