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Neonazi-Straftaten im Raum Aachen rückläufig

Region Aachen. Laut Polizeipräsidium Aachen ist die politisch motivierte Kriminalität – Rechts (PMK-Rechts) im Jahr 2012 im Großraum Aachen „deutlich zurück“ gegangen. Darauf wies der Leiter der Pressestelle der Polizei, Werner Schneider, heute hin. Er führt dies auf das Verbot der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) im August des vergangenen Jahres und die Arbeit des Sonderkommissariats REMOK (Rechts motivierte Kriminalität), die Wirkung zeige, zurück.

REMOK und die Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Aachen sind für den Bereich der Städteregion Aachen und die Bezirke der Kreispolizeibehörden Heinsberg und Düren zuständig. Auf diesem Gebiet seien mit insgesamt 282 Delikten (2011: 328 Delikte) 46 Taten weniger verzeichnet worden. „Dies stellt einen Rückgang um 14 Prozent dar“, ordnete Schneider die Zahlen ein.

„Besonders erfreulich“ sei der Rückgang bei der Gewaltkriminalität um 54 Prozent auf nunmehr sechs Delikte (2011: 13). Alle 2012 durch Rechtsextremisten begangenen Gewaltdelikte seien aufgeklärt worden, betonte Schneider. 2011 wurden laut Polizei demgegenüber nur rund 60 Prozent der Gewaltdelikte aufgeklärt.

2012 hat die Polizei die Aufklärungsquote im gesamten PMK-Rechts-Bereich gegenüber 2011 um sechs Prozent auf 31,9 Prozent gesteigert (2011: 25,9 Prozent). Den Großteil jener Delikte – nämlich 252 Taten – machten laut Schneider auch im Jahr 2012 die Propagandadelikte aus. Dazu gehören Farbschmierereien, die Verwendung verbotener Zeichen und Volksverhetzungsdelikte. Die Anzahl der Propagandadelikte sank laut Polizei 2012 um 46 Taten (2011: 298). (mik)