Termine

Keine aktuellen Veranstaltungen.

FacebookTwitter

Neonazi-Partei "Die Rechte" will in Aachener Innenstadt demonstrieren

Aachen. Die neonazistisch geprägte Splitterpartei „Die Rechte“ (DR) plant für kommenden Samstag offenbar eine „Kundgebungstour“ mit Aufmärschen in Aachen, Mönchengladbach und Düsseldorf. Die Aktion soll in Aachen beginnen, anvisiert ist eine Standkundgebung am Elisenbrunnen. Der braune Aufmarsch hat nichts mit der Versammlung von „Pro NRW“ in Eilendorf zu tun. Initiativen haben Protestaktionen gegen „Pro NRW“ angekündigt. Im Zuge des kurzfristigen Bekanntwerdens der DR-Kundgebung wurden bisher hierzu noch keine Gegenaktionen bekannt. Es kursieren aber bereits erste Aufrufe, gegen die Neonazis zu protestieren.

Bei ihrer „Kundgebungstour“ wollen die Neonazis mit einem angemieteten Reisebus von Aachen aus über den Niederrhein in die Landeshauptstadt fahren. Das Motto soll lauten „Gegen die staatliche Verfolgung von Deutschen – Freiheit für alle politischen Gefangenen“ und deckt sich mit einer neuen Kampagne auf einer durch den Aachener Kreischef von „Die Rechte“, André Plum, mitverantworteten Homepage. Die Homepage richtet sich unter anderem gegen die Ermittlungen gegen das „Aktionsbüro Mittelrhein“ (ABM). Unterstützern und Mitgliedern der mutmaßlich kriminellen Vereinigung ABM wird derzeit in Koblenz der Prozess gemacht, Neonazis aus dem Raum Aachen haben mit dem ABM kooperiert.

Zudem richtet sich die „Kundgebungstour“ offenbar gegen die Verbote des „Nationalen Widerstands Dortmund“ (NWDO), der „Kameradschaft Hamm“ und der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL). Kader der im August durch das Landesinnenministerium verbotenen Gruppen bekleiden in Kreisverbänden und dem nordrhein-westfälischen Landesverband von „Die Rechte“ Vorstandsämter. Mitorganisiert wird die Aktion am 16. März ebenso von dem ehemaligen KAL-Mitglied Plum, der für seine Partei auch an erster Stelle der NRW-Landesliste für die Bundestagswahl 2013 kandidiert.

Am Samstagmittag soll die Aktion offenbar um 12 Uhr mit einer stationären Kundgebung am Elisenbrunnen in Aachen beginnen. Die Polizei muss jedoch noch mit dem Anmelder einen im Behördendeutsch „Kooperationsgespräch“ genannten Termin wahrnehmen, um abzuklären, ob die Versammlung so abgehalten werden kann, wie es Plum anvisiert hat. Aus diesem Grunde können sich Termin und Ort kurzfristig noch verschieben.

Neonazis, die an der „Kundgebungstour“ mittels Reisebus teilnehmen wollen, müssen rund 15 Euro berappen. In Düsseldorf wollen die Neonazis dann offenbar von der Stadtmitte aus zum Sitz des Landesinnenministeriums ziehen, um dort ihre Aktion abzuschließen. (mik)