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Veranstaltung: "Die Mitte im Umbruch"

Aachen. Am 21. Januar 2013 stellt Johannes Kieß die viel beachtete Studie "Die Mitte im Umbruch" an der Volkshochschule Aachen vor. Die Veranstaltung findet im Forum der VHS, Peterstr. 21-25, 52062 Aachen um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Die neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung "Die Mitte im Umbruch" will auf langfristige Prozesse aufmerksam machen, die die heutige Gesellschaft kennzeichnen: Beschleunigung und die beständige Erfahrung von Ungewissheit sind Merkmale dieser Entwicklung.

Die Verbreitung rechtsextremer Einstellung und auch die Aktivitäten von Neonazis und Rechtspopulisten können nur vor dem Hintergrund dieser Überlegungen zu Entwicklungsbewegungen der Gesellschaft verstanden und nachhaltig bekämpft werden.

Der Sockel der rechtsextremen Einstellung ist in Deutschland nach wie vor hoch. Knapp 16% der Ostdeutschen haben ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild. Allerdings ist Rechtsextremismus kein bloßes ostdeutsches Problem. Die Strukturprobleme in Ostdeutschland schlagen sich hier nieder, wie auch das Gefühl einer Generation, nicht gebraucht zu werden. Auch wenn man die Verhaltensebene des Rechtsextremismus betrachten, kann nicht von einem "ostdeutschen" Phänomen gesprochen werden. Die "Autonome Nationalisten" sind im Westen genauso stark organisiert wie im Osten. Gewalt und andere Übergriffe fallen hier wie dort immer wieder durch ihre erschreckende Brutalität auf.

Johannes Kieß M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Leipzig und Mitautor der Studie, stellt die Untersuchungsergebnisse vor, geht aber auch auf die Handlungsfelder ein, die für den Kampf gegen Rechtsextremismus von Bedeutung sind.