Nazis und Karneval in Aachen: Ordensbruder Hoolijens

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Ein Aachener Karnevalsverein wollte mit einem »Schwarzen Prinzen« ein Zeichen für Toleranz setzen. Den Karnevalsorden erhielt aber ein rechtsextremer Hooligan, weil er dafür gesorgt habe, dass es keine Randale gab.

Von Michael Klarmann

Es ist Karnevalssamstag. Im Rheinland tobt seit Tagen der Straßen- und Sitzungskarneval. Im Aachener Außenbezirk Richterich findet eine Feier der »Koe Jonge« (Böse Jungen) statt. Prinz Balam, ein in Uganda geborener Mann mit dunkler Hautfarbe, steht mit seinem Hofstaat auf der Bühne. Nazis haben wegen der Kür Balams zum Prinzen Störungen angekündigt. Doch alles bleibt friedlich. Deshalb fasst Präsident Thomas Neunfinger einen Entschluss. Jens B., ein rechtsextremer Hooligan, wird von ihm auf die Bühne gerufen. Weiterlesen in der Online-Ausgabe der Wochenzeitung "Jungle World".