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Abschied von Hein Kolberg

Aachen. Mit einer bewegenden Trauerfeier in der City-Kirche haben am vergangenen Samstag mehr als 300 Menschen Abschied von Hein Kolberg genommen. Der bekannte Aachener Antifaschist und Gewerkschafter war Anfang des Jahres im Alter von 93 Jahren verstorben.

Oberbürgermeister Marcel Phillipp (CDU), Ralf Woelk (DGB Region NRW Süd-West) und Detlef Peikert (DKP) würdigten das Lebenswerk des streitbaren Aktivisten. Unter den Trauergästen befanden sich zahlreiche Persönlichkeiten des politischen Lebens in Aachen. Erschienen waren etwa Vertreter/innen der Gewerkschaften, die Vizepräsidentin des Bundestages, Ulla Schmidt (SPD),  die Bürgermeisterin der Stadt Aachen, Hilde Scheidt (Grüne),  sowie weitere Mitglieder des Rates der Stadt Aachen.  Als unermüdlicher Mahner gegen Rechtsextremismus und Rassismus war Hein Kolberg auch mit dem „Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus“ eng verbunden. Der Zeitzeuge des Nazi-Regimes suchte bis wenige Wochen vor seinem Tod das Gespräch mit jungen Menschen. Als Redner bei Demonstrationen und Kundgebungen gegen Neonazismus – zuletzt im März des vergangenen Jahres – stand Hein Kolberg in dieser wichtigen Auseinandersetzung immer ganz vorne dabei. Er wird sehr fehlen.

Film in der Volkshochschule: „Hein Kolberg – ein Gewerkschafter erinnert sich“

Zur Erinnerung an Hein Kolberg zeigt die Volkshochschule Aachen, Peterstr. 21-25, am Donnerstag, 22. Januar 2015, um 17 Uhr und um 19 Uhr den Film "Hein Kolberg – Ein Gewerkschafter erinnert sich" (87 Minuten). In bitterer Armut wuchs Hein Kolberg in den 20er Jahren in einer Aachener Arbeiterfamilie auf. Seine Jugend war geprägt durch die Nazidiktatur. Als junger Mann in die Wehrmacht einberufen, kämpfte er als Soldat in Russland. Nach Kriegsgefangenschaft endlich wieder zurück in Aachen, begann er sein Arbeitsleben. Unmittelbar damit verbunden war sein Engagement in Gewerkschaft, Partei und Friedensbewegung. In dem Film erzählt Hein Kolberg aus seinem Leben. Der Eintritt ist frei.

Fotos: Dominik Clemens